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Gaspreise: Die Konkurrenz unter Gasversorgern wächst mit entsprechenden Chancen für Sie

 

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Wir haben für Sie recherchiert!

Gas ist teuer und wird immer teurer, bei machen ist der Gaspreis jedoch bis zu 10% günstiger und Sie können den Anbieter wechseln

Günstige Anbieter

In den vergangenen beiden Jahren ist Gas gut 30 Prozent teurer geworden. Doch ein wirklich preisreduzierender Wettbewerb kommt in Deutschland auch im zehnten Jahr der Liberalisierung nur ganz vorsichtig in Schwung. Derzeit  haben nur rund 300.000 Haushalte den Gasversorger gewechselt. Davon sind allein 270.000 Haushalte jetzt bei der Eon-Tochtergesellschaft E wie Einfach. Etwa 15.000 Haushaltskunden sind zu dem niederländischen Pionier Nuon, der sein „Wakker Gas“ in Hamburg, Berlin und Düsseldorf anbietet.

In großen Teilen Deutschlands ist E wie Einfach – der derzeit einzige bundesweite Gasanbieter – noch allei Konkurrent des jeweiligen Regionalversorgers. Die jeweiligen Platzhirsche haben sich auf die Konkurrenz von E wie Einfach inzwischen aber sehr gut eingestellt. Da die Eon-Tochtergesellschaft das Gas immer 2 Cent je Kubikmeter günstiger als der allgemeine Tarif anbietet, haben die jeweiligen Regionalversorger sehr oft Wahltarife eingeführt, mit denen sie E wie Einfach unterbieten wollen. Wechselwillige Kunden sollen und können oft auf diese Weise vom Verbleib beim lokalen Anbieter überzeugt werden. Mit dem entsprechenden Erfolg: Bis Ende vergangenen Jahres hatten rund ein Zehntel der deutschen Haushalte immerhin ihren Tarif beim Regionalversorger gewechselt.

Weitere neue Gasanbieter

Deutlich mehr Wettbewerb gibt es nur in wenigen Städten oder Bundesländern, in denen es insgesamt nur rund ein Dutzend unabhängiger Unternehmen oder lokale Stadtwerke den etablierten Regionalversorgern Konkurrenz machen. Die Hochburgen des Wettbewerbs sind in Schleswig-Holstein, Berlin, Hamburg, Leipzig, Südhessen und der südwestliche Bereich Baden-Württembergs, wo es inzwischen mindestens vier Anbieter gibt, die dem jeweiligen Regionalversorger die Kunden abjagen wollen.

Einige Verbraucher profitieren bereits vom aufkeimenden Wettbewerb. In Gebieten, in denen mehrere Anbieter am Markt sind, fallen die Preisaufschläge meist nicht so kräftig aus. Wer den Anbieter ganz wechseln will, kann in Städten wie Leipzig, Hamburg, Dresden, Köln und Bonn die Gasrechnung um ca. 10 Prozent im Jahr absenken.. Und es entwickelt sich weiter. Verschiedene neue Gasanbieter bereiten sich auf die Markteinführung vor. So arbeitet Eprimo an einem bundesweiten Angebot für die nächste Heizperiode. Ein genauer Termin ist aber nicht festgelegt.. Auch das Berliner Unternehmen Flexgas möchte noch in diesem Jahr starten.

Der Wechsel des Gasanbieters ist teilweise  noch schwierig

Zuvor müssten allerdings noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. Das Verfahren beim Gaswechsel dunktioniert noch nicht bundesweit. Flexgas wird z.B. erst dann in die Leferung gehen, wenn sichergestellt ist, dass das der Umstellungsprozess in ganz Deutschland überwiegend gut funktioniert.. Flexgas ist aber zuversichtlich, dass die Bundesnetzagentur und die Politik bereits sehr bald funktionierende Abläufe, wie z.B. im Strommarkt etablieren werden.

Jetzt ist es aber nicht so weit. Das Standardwechselprozedere existiert noch nicht. Die Senkung der Zahl der Marktgebiete in Deutschland von 14 auf 8 zum Oktober ist ein Anfang zur Vereinfachung, reicht aber noch nicht aus. Jeder Transport in ein Gebiet ist mit Transaktionsaufwand verbunden. Sinnvoll wären ein, maximal zwei Marktgebiete. An jedem einzelnen Übergang von einem Marktgebiet zum anderen seien neue Anbieter mit dem Problem konfrontiert, dass ihre Gaskapazitäten beim jeweiligen Ferngasnetzbetreiber angemeldet werden müssen. Daraus ergeben sich teilweise erhebliche Probleme.

Im nächsten Jahr gibt es die ´Anreiz-Regulierung´

Sehr wichtig ist auch der Zugriff neuer Gasanbieter auf die vorhandenen Speicherkapazitäten für Gas. Die Speicher sind notwendig, um die Verbrauchsschwankungen auszugleichen. Diese Speicher stehen neuen Anbietern gar nicht oder nur zu sehr teuren Konditionen zur Verfügung. Hier wird von den alten Gasanbietern so verfahren, dass neue Anbieter möglichst keine Rechte daran erhalten. Deshalb ist es sinnvoll, wenn diese Speicher ebenfalls der Regulierung der Bundesnetzagentur unterworfen werden. Die alten Anbieter versuchen die neuen Anbieter gar nicht erst auf den Markt zu lassen, zum Nachteil des Wettbewerbs und zum Nachteil für den Verbraucher.

Das Problem der Quersubventionierung geringer Endkundenpreise wird durch hohe Netznutzungsentgelte verringert. Es gibt zwar immer noch Preise im Markt, die nicht wirtschaftlich sind. Jedoch je stärker die Bundesnetzagentur die Netznutzungsentgelte nach senkt, desto weniger wichtig wird das Problem der Quersubventionierung. Die Einführung einer Anreizregulierung zum Beginn des neuen Jahres wird zu einer folgenden weiteren Senkung der Netzentgelte führen, da sich dadurch alle Netzbetreiber am effizientesten Unternehmen der Branche und nicht mehr an der Kostenstruktur orientieren müssen.

Außerdem erleichtert eine ansteigende Angebotsvielfalt im Großhandel den neuen Gasanbietern, Gas überhaupt kaufen zu können. Anbieter wie z.B. Natgas, Gasprom, Gaz de France sind inzwischen in Konkurrenz zum bisherigen Platzhirsch Eon-Ruhrgas angetreten und bieten den Stadtwerken ihr Gas an. Auch die Bemühungen von der Bundesnetzagentur, diese Wechselprozesse zu vereinfachen, beginnen langsam zu greifen. Die neuen Anbieter mussten bisher für jede Stunde angeben, wie viel Gas ihre Kunden verbraucht haben. Künftig müssen sie nur nur noch die Tageswerte angeben. Wenn die Nachfrage vom angegeben Wert abwich, musste jedes Mal eine Art Strafzoll an die Netzbetreiber gezahlt werden. Diese Umstellung auf Tageswerte erleichtert die Abrechnung und vermiedet Strafzölle. Es geht Schritt für Schritt voran für den Kunden.



23.07.2010

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